Palya!
Der Vorhang schließt und die Aufführung von einem neuen Künstler ist am Adelaide Fringe Festival zu ende, also schnell noch rüber in den anderen Raum und sich in eine andere/ Fantasie Welt verzaubern lassen. Das Fringe Festival findet alljährlich im “Mad-March” statt, neue Künstler, Artisten und Schauspieler haben hier die möglichkeit ihr Können zu zeigen. Zum einen vor Publikum und zum anderen befindet sich im Publikum auch der eine oder andere Sponsor. Und falls die ganzen Aufführungen noch nicht genug sind dann kann man auch noch zum Adelaide Cup gehen- so wie ich es auch tat.
Das ganze ließ ich dann am Abend am Womadelaide ausklingen. Beim “WOMAD World of Music, Arts & Dance” Musikfestival treten seit 1992 einige der bekanntesten Performer, Musiker, DJs und Tänzer auf. Mit 81.500 Besucher über vier Tage hinweg handelt es sich um einen der beliebtesten Festivals in Australien.
Zum Abschied meines Australien Aufenthaltes wollte ich zur Krönung noch unbedingt zum Uluru. Aus diesem Grund habe ich alles was ich konnte in Bewegung gesetzt um so günstig wie möglich von Adelaide nach Alice Springs zu kommen. Also bildete ich eine Fahrgemeinschaft. Damit wir unnötige Übernachtungskosten sparen konnten sind wir die 1.500 Km durchgefahren. Alle 300km haben wir uns mit dem Fahren abgewechselt. Die Fahrt war ziemlich öde und eintönig. Es gab für uns nur eine Interessante Stadt auf dem Weg und dies war Coopers Pedy. “Die Opal-Hauptstadt der Welt”, ist hunderte von Kilometern von der nächsten Ansiedlung entfernt. Die extremen Sommertemperaturen und der Opal-Abbau haben dazu geführt, dass die meisten Einwohner in unterirdischen Wohnhöhlen, sogennanten “dugouts” leben und in Mienenschächten arbeiten.
Nach einer laaaaaaaaangen Fahrt (19std) sind wir dann endlich in Alice Springs angekommen. Am nächsten Morgen habe ich mir noch die Stadt angeschaut und dabei ist mir aufgefallen das in Alice Springs vergleichsweise zu anderen Städten, sehr viele Aborigines dort leben. Bereits für den nächsten Tag hatte ich mir eine Ayers Rock, Kata Tjuta und Kings Canyon 3-tagestour gebucht.
Tag 1: ich wurde um kurz nach 5 Uhr an meinen (Party-) Hostel abgeholt. Bis zum Ayers Rock waren es noch 470km. Auf dem Weg zum Ayers Rock konnten wir den Mt. Connor und einige vertrocknete Salzseen beobachten. Bis unser Tourguide urplötzlich einen U-turn machte, da sie was interessantes Entdeckt hatte und uns unbedingt zeigen wollte (undzwar eine seltene Eidechse). Jedoch fuhr sie zu weit in den Sand und blieb stecken. Erst nach einer Stunden anschieben und allen möglichen versuchen den Bus raus zu bekommen wurden wir von anderen Touristen glücklicherweise heraus gezogen. 
Nichts in Australien ist leichter wiederzuerkennen als der Uluru. Egal, wie oft man ihn auf Postkarten gesehen hat, nichts kann einen auf die einsame, gewaltige Erscheinung am Horizont vorbereiten. Der Uluru (Ayers Rock) ragt gewaltige 348 m über das umliegende, sandige, von Gestrüpp bedeckte Land empor. 12 km bin ich entlang des Uluru’s entlang gelaufen. Dabei waren unter anderem immer wieder Stellen, welche nicht erlaubt sind zu Fotografieren, da sie für die Aborigines eine spirituelle Bedeutung haben und sollte man es doch tun würde das Schicksal anders verlaufen als sonst  . (Doch einige von unserer Tour taten es desto trotz, was sich später während des weiteren Verlauf unserer Tour auch zeigte). Am Abend konnten wir dann noch einen spektakulären Sonnenuntergang bewundern. Die Nacht verbrachten wir unterm Sternenhimmel
in einem Swag (Schlafsack aus Zeltstoff mit integrierter Matratze) Wann macht man mal sowas schon zu hause?
Tag 2: begann schon um 4:30 Uhr. Schnell noch die Swags zusammen rollen und dann ging es schon los, um den Sonnaufgang am Uluru betrachten zu können. Nach dem die Sonne hinterm Ayers Rock verschwunden ist waren wir auch schon weg, nämlich auf den Weg zu den Katja Tjuta (Die Olgas). Diese auffällige Gruppe kuppelförmiger Felsen steht eng beisammen und bildet dabei ungefähr 30km von Uluru kleine Täler und Schluchten. Es stand schon wieder eine (5,5 km) Wanderung vor uns. Doch die hat sich auch gelohnt die Landschaft ist einfach nur unglaublich. Am Abend stand dann wieder eine Nacht im “Million Star Hotel” an. Doch zwei unserer Swags waren verschwunden (wie bereits erwähnt, einige von unserer Tour hatten Bilder von der “sensiblen Seite” des Ayers Rock gemacht).
Tag 3: Grelles Licht und eine piepsige Stimme – unser Tourguide weckt uns schon wieder um 4:30 Uhr. Mitten in der Nacht, im dunklen rollten wir unsere Nachtbetten wieder zusammen und setzten uns in den Bus, der dann nicht gestartet ist (der “Fluch” des Uluru folgte uns). Um 6 Uhr machten sich dann zum glück auch andere Touren auf den Weg zu den Kings Canyon, welche uns dann Hilfsbereit Start Hilfe gaben. So verpassten wir dann den Sonnaufgang im Kings Canyon. Nichts desto trotz kamen wir letztendlich an. Nachdem die ersten 400 m nur steil (und ich meine steil!) bergauf gingen, war der Rest der dreistündigen Wanderung relativ relaxt. Vorbei an steilen Abhängen, Schluchten und bizarren Felsformationen erreichten wir den Garden Eden. Von dort hatte man einen wunderschönen Ausblick auf die verschiedenen Farben in den Steilwänden. Die Landschaft im Kings Canyon war einfach nur atemberauben.
Auf den Weg zurück in die Zivilisation gab es noch eine Überraschung. Ein Ausritt mit einem Kamel. (In Australien leben über 1.2 Mio wilde Kamele!)
Das Outback (auch wenn ich nur einen ganz kleinen Part gesehen habe) hat mir sehr gefallen. Es war einfach was total anderes, als das was ich zurvor an den Küsten Australiens gesehen habe.
Nun schaue ich mit einem lachenden und weinenden Augen meiner Abschiedsfeier in Sydney entgegen. Denn bereits in zwei Tagen geht mein Flieger Richtung Heimat.






























































































































    



























