Leben in Sydney

Den tag einfach mal umdrehen und alles rückwärts erleben. Seit dem ich im Restaurant des Novotel’s arbeite beginnt mein Arbeitstag um 18 Uhr und endet meist so gegen 12 – 1 Uhr morgens. Das gute daran ist, das man nie alleine ist in einer Großstadt. Ganz egal um welche Uhrzeit ich aufhören mag.

Sollte ich mal früher aufstehen müssen, dann komme ich nicht um einen Kaffe herum, doch das ist hier gar nicht so einfach. Als ich das letzte mal eine “Latte” bestellt habe, bekam ich einen Espresso. Also zur Erläuterung;

An den Wochenende (was bei mir von Dienstag bis Donnerstag oder auch an den anderen Tagen sein kann, da ich ja in verschiedenen Schichten arbeiten muss), schau ich das ich aus der Stadt raus komme. Mal ein kleiner Trip nach Parramatta mit der Fähre

  

Oder auch ein Ausflug mit dem Zug nach Newcastle (die Zugfahrt beträgt ungefähr 3std.). Von meinen Freunden wurde ich gefragt, warum ich den dahin wollte, da es doch da nichts besonderes gäbe. Aber für mich gab es da was besonderes nämlich den “Blackbutt-Reserve” einen Koala-Park ;) Ich konnte es kaum abwarten meinen ersten Koala in Australien zu sehen. Im Park angekommen bin ich einfach mal in den tiefen Wald reingelaufen wobei ich meinen Kopf immer nach oben gehalten habe, mit den Gedanken das da ein Koala sein könnte (stellte sich aber im nachhinein als total schwachsinnig heraus, da die Koala’s nur in einen eingezäunten Bereich im Park leben) nach einer gefühlten Stunde traff ich auf den ersten Menschen im Park,- einem Parkranger, welcher mir auch freundlicherweise eine Karte vom Park gegeben hat und den Weg zu den Koala’s erklärte “zur Situation, es war ein verregneter Donnerstagmorgen, wahrscheinlich hat es da niemanden außer mir in den Park gezogen” nach einigen Metern bin ich dann auch bei den Koala’s angekommen

  

Ich hatte mir gedacht das schon der Hinweg zu den Koala’s sich als schwierig gestaltet hat, doch der Ausweg war dann mein größtes Problem, den ich wusste nicht wo dieser war und da auch sonst niemand da war den ich fragen konnte, war ich im “kleinen Regenwald” verloren. Es hat ganze 2,5 std gebraucht um aus dem Park raus zu kommen. An der Bushaltestelle (mitten auf einem Highway) angekommen musste ich erst mal 20 min warten bis ein Bus vorbei kam (schließlich gab es keinen Busplan an der Haltestelle) doch dieser fuhr in die Gegenrichtung von der Stadt “zur Situation, ich war total durchnässt nicht nur weil es geregnet hat, war heilfroh auf zivilisation zu treffen- von welcher ich gleich wieder enttäuscht wurde” als dann ein anderer Bus nach 20min kam teilte mir die Busfahrerin freundlicherweise mit das ich auf der falschen Seite stehen auf die Frage hin, wie ich den Highway den überqueren sollte, wünschte sie mir nur “viel glück”! Letzendlich hab ich es dann auch geschafft ;)

An diesem Wochenende war ich in einem Surfcamp in Seal Rocks, es war ein tolles Wochenende! leider hat es nur verregnet angefangen. Als wir Freitagnacht ankamen hat es sehr stark geregnet und leider hat es sich auch am nächsten Morgen fortgesetzt. Noch Bevor wir ins Wasser gingen waren wir total nass. Die Wolken waren schwarz und das Wasser demensprechend unruhig und es hat hohe Wellen geschlagen – alles in einem sehr beunruhigend, vor allem als Anfänger. Also Surfbrett unterm Arm geklammert und los gehts! nach dem meine füße im Wasser waren vergingen mir auch schon alle guten Vorsätze denn es war s******kalt! Nichts desto trotz treibe uns der Surflehrer ins Wasser und wenn man so gegen die Wellen ankämpft um rein zu kommen, wird es auch einem ziemlich schnell warm ;) Also, das mit den Paddeln hat dann auch ganz gut geklappt doch das mit dem Aufstehen…

 

Am Mittag gab es dann ein BBQ im Regen, das einzige worauf ich mich gefreut habe war eine heiße tasse tee. Noch am Nachmittag hat sich ein Wunder ergeben die Sonne kam raus und ab dem Zeipunkt hat es dann auch mit dem Surfen geklappt – unglaublich aber wahr ich konnte sogar auf meinem Board stehen!!

 

Am zweiten Tag, die Sonne hat nur so gestrahlt wir hatten 30 grad und es ging es dann schon nicht mehr an einen Anfänger-Strand sondern an einem für Fortgeschrittene, einige hatten schon bei dem Versuch ins Wasser rein zu kommen aufgegeben (für alle die es nicht wissen “also ich vor 3- tagen” man muss sich erst mal ins Wasser mit dem Board hindurchkämpfen und dabei versuchen so schnell wie möglich mit dem Board hinaus zu paddeln, was gar nicht so einfach ist wenn man immer wieder von den Wellen durchgewirbelt wird) Wenn man dann mal “draußen” angekommen ist kann man sich ganz entspannt auf sein Board setzten und mit den anderen plaudern solang man auf “seine Welle” wartet. Die Anweisung vom Surflehrer “Erika, when i say go, paddling so fast as you can and stand up” und dann kam es auch schon “go” ich paddle, paddle und paddle und spüre wie mich die Welle erfasst das Brett wird stabiler und ich stehe auf bis mich die Welle an den Strand treibt -”wuuuuhhhhhaaaaa” ich hab’s geschafft, gleich nochmal!

 

Ansonsten gibt es in Sydney immer wieder mal Ausstellungen und Veranstaltungen, selbstverständlich schafft man es nicht zu allen hin zu gehen aber auf die ein oder andere geht man mal hin. So zum Beispiel Sculpture by the Sea

   

 

oder in einem der Stadtviertel zu einem Stadtfest wie in Newtown

 

See Ya!

 

 

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