Noch weiter weg von zuhause, geht das? Ja, also eine halbe Erdumdrehung 18.000 Kilometer entfernt von Deutschland hat es mich nach Neuseeland gezogen. Warum auch nicht?! Die Sonne steht mittags nicht im Süden, sondern im Norden. Die Leute bedanken sich beim Busfahrer wenn sie aussteigen und Hier ist Sommer statt Winter.
Überall in Neuseeland findet man Kontraste, die sich zu einer harmonischen Einheit verbinden. Sei es in der Natur, wo sich auf engstem Raum Vulkanlandschaften und Gletscherformationen, dichtester Tropenwald und traumhafte Sandstrände zu überwältigender Schönheit vereinen. Gleiches gilt für den Lebensstil der Neuseeländer, denn sie bewegen sich ebenso selbstverständlich in einer Kunstgalerie oder gehen in ein schickes Restaurant, wie sie ihrem Rugby-Team zujubeln oder eine Kuh melken und dies mit einer überschwänglichen Freundlichkeit.
Also bin ich für einen Kurztrip nach Neuseeland. Angefangen und geendet hat es in Auckland. Nach meiner Ankunft musste ich noch schnell, meine Äpfel und Müsliriegel verzehren da sie mir nicht einer Strafe von 400,- NZD wert waren. Mein Hostel befindet sich direkt in der Innenstadt, welches ich mir mit acht anderen teilen sollte. Glücklicherweise befand sich nur ein weiteres Mädchen mit mir im Zimmer. Da ich erst um Mitternacht ankam hatte ich nur noch einen Tag um in Auckland Sightseeing zu gehen. Devenport hat sich als super Ausblicks punkt ergeben, mit der Fähre sind es ca.10 min. Am Abend ging dann schon mein Flieger mit der einheimischen Fluggesellschaft nach Nelson.
Von Nelson aus ging es zum Abel Tasman Nationalpark. Bei der Ankunft des Pfades weißte uns der Busfahrer daraufhin, dass wenn wir den Bus verpassen sollten, wir in der Hütte (welche keine Wände sondern nur ein Dach hatte) übernachten müssten. Ich hatte mir kein genaues Ziel vorgenommen, grundsätzlich dachte ich mir, ich laufe bis ich müde werde oder mir keine Zeit mehr bleiben würde (auf das letztere ist es dann hinausgelaufen). Seit Beginn des Tages hielt ich meine Daumen gedrückt, dass die Wolken sich verziehen und der Regen aufhören mag und das Drücken hatte sich auch dann gelohnt. Am Nachmittag verzogen sich die Wolken und die Sonne strahlte. Der Abel Tasman Park ist super schön und auch super anstrengend, 20km sind wir in fünf Stunden gelaufen und hätten dann auch noch fast den Bus verpasst.
Weiter ging es nach Greymouth, wo wir aufgrund der Busgesellschaft einen Übernachtungsstopp einlegen mussten (ansonsten wäre ich da sicherlich nicht länger geblieben, als es unbedingt sein müsste). Zumindest bekamen wir Fahrräder, so dass wir uns in der Todlangweiligen Stadt die Zeit vertreiben konnten. Auf den Weg nach Greymouth kamen wir noch am „Cape Foulwind“ und an den „Pancake Rock – Punakaiki“ Nationalpark vorbei. Die Pancake Rocks bekamen ihren Namen durch die Wind Formationen so sehen sie aus als seien viele Pfannkuchen über einander gestapelt. Auch einige „Blowholes“ gab es zu bewundern.
Über Hokitika ging es dann nach Franz Joseph. Kurz vor der Ortschaft gab der Busfahrer durch „wenn ihr blinzelt, kann es schon vorbei sein“. In der Ortschaft gibt es wirklich nicht viel zu sehen und aus diesem Grund hatte ich mir mal einen entspannten Nachmittag vorgenommen. Den bereits am nächsten Morgen ging es auf, zu einer Gletscherwanderung.
Es hat bereits am Abend angefangen und am nächsten Morgen hat es sich fortgesetzt mit den Regen. Nichts desto trotz bin ich mit vollem Optimums zum Franz Joseph Center gelaufen. Im Rucksack befanden sich noch eine kurze Shorts, Sonnenbrille und Sonnencreme, welche ich mir natürlich auch aufgetragen habe. Man weiß ja schließlich nie ob sich das Wetter noch ändert. Im Center wurde wir dann mit Regen- und Wanderausrüstung ausgestattet. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Bus ging es auch schon los. Kurz noch durch den Regenwald getrappt, dann durch einen steinigen Pfad und schon stand er da in seiner vollen Größe und das nur 10km vom Meer entfernt der Franz Joseph Gletscher.  Die Spikes wurden drangeschnallt und rauf aufs Eis. Durchs Eis über Eisspalten hindurch und immer wieder neu gehakten Stufen kamen wir stück für stück nach oben. Und wenn das noch nicht schwer genug war dann stellt euch noch dazu den schwarzen Himmel von welchem ein eisiger Regenschauer runter kam um uns den Aufstieg noch schwerer zu gestalten. Die schlimmsten Momente “und dies hätte ich sonst nie gesagt” waren die Pausen, zu diesen Zeitpunkten bin ich immer total eingefroren. Durch das Schmelzwasser haben sich meine Socken total vollgesogen und meine Füße befanden sich „unterwasser“.
Hart und eisig kalt war der Aufstieg doch er war alle Mühe wert. Durch den Starkregen hat es den Dreck und Geröll von den Gletschern weggespült und es ergab sich eine Kristall, hellblaue Gletscherlandschaft welche Atemberaubend war. Der Abstieg „und das hätte ich nicht erwartet“ war schwerer als der Anstieg. Durch den Starkregen wurden unsere zuvor erstellten Treppen vom Regen weggespült und wir mussten neue Wege einschlagen und neue Treppen erstellen, dabei ging es nicht einfach nur bergab sondern immer wieder rauf. Rauf auf die Gletscher durch die Spalten bis wir eine wunderschöne Eishöhle entdeckt hatten. Geschlagene sieben Stunde waren wir auf dem Eis „man hat ich mich auf die Hotpools im Tal gefreut“. Am abendlichen Lagerfeuer war ich die Sensation schlechthin. Die anderen hatten sich an dem grausigen Tag nicht mal aus dem Zimmer getraut währenddessen ich auf einen Gletscher spazieren war.
Über Wanaka vorbei am Fotostop Nr.1 Lake Matheson und Arrowtown einer alten Goldgräberstadt ging es dann nach Queenstown „die Abenteuer-Hauptstadt“. Tagsüber war Sightseeing von der Stadt auf der Liste und sobald die Sonne unterging war Sightseeing der Bars und Clubs angesagt. Zum einen waren wir in einer Bar wo wir unsere Getränke aus einem Teepott getrunken haben und zum anderen haben wir zur Neuseeländischen Livemusic abgetanzt.
„Go Big or go Home“! Der Nevis Bungy ist mit 134m der höchste in Neuseeland. Zu erst einmal musste unterschrieben werden, das im Fall der Fälle es wurde etwas passieren, den Veranstalter keine Schuld trifft und man im schlimmsten Fall nur sterben würde (dies wurde dann auch als Diplom ausgestellt). „Es wäre auch zu erwähne das es keine Geld zurück Regelung gibt“. Mit dem Bus ging es dann 45min hoch ins Gebirge. Oben angekommen gab es eine Zentrale Gondel auf welcher sich die Absprung form befindet. Mit einer kleineren Gondel ging es dann zum Platue mit der Frage wer denn als erstes Springe möchte, woraufhin ich mich gemeldet habe.
In der Gondel angekommen wurden sofort die Sicherheitsgurte angebracht und schon wurde ich auf den Stuhl geschnallt auf welchen ich das Seil um mein e Füße bekam, die Aufregend stieg von Sekunde zu Sekunde. Es war Zeit zum Aufstehen und zur Abspringform zu laufen. Auf der Rampe angekommen hieß es noch „bitte lächeln“ und schon wurde runter gezählt 3…,2…,1….
 In diesem Moment habe ich mich mit geöffneten Armen in die Tiefe gestürzt. Acht Sekunden lang befand ich mich im freien Fall meine Atmung hat für diesen Moment aufgehört und ich hatte an nichts gedacht. bis mich das Seil wieder nach oben zog, ab diesem Moment konnte ich anfangen den Moment so richtig zu genießen. Beim zweiten Bounce musste ich selbst aktiv werden und das Seil an meinen Beinen in eine andere Position bringen so dass ich Kopf über nach oben kam. Es war einfach nur unglaublich!!!
Es war an der Zeit zum Abschied nehmen. Doch es stand noch etwas auf meiner „Must do“ liste was ich schon während meinem ganzen Neuseelands Aufenthalts sehen wollte, eine traditionelle Maori Show. Doch zuerst kam die Nacht über Auckland ein, somit musste ich auch erst das Partyleben in Auckland erkundigt werden. Da Auckland als „Sydney für Beginner“ gilt, gibt es auch hier einen vollen Hafen mit verschiedenen Clubs und Bars die nach verschiedenen Mottos gestylt sind und die Musikrichtung bestimmen. Die Aufführung von den Maori’s war sehr schön anzusehen und hat meinen Neuseeland Aufenthalt vollends abgerundet.
Neuseeland war traumhaft, das Wetter, die Leute und die Landschaft waren wundervoll und ich kann es nur jedem weiter empfehlen selbst dieses wunderschöne Land ob kurz oder lang selbst zu besichtigen.























