Oh ja. Wir freuen uns auf Taupo! Seit Tagen sprechen wir von nichts Anderem, als uns beim lang ersehnten Sky Diving (Fallschirmsprung) aus 12.000 Ft in die Tiefe zu stürzen. Geplant ist also am 31.03. für mindestens 2 Tage im schönen Taupo zu bleiben, denn Jeden, den wir treffen erklärt uns, dass es sich hierbei um eine der schönsten Städte der Nordinsel handelt. Aber: wir haben wieder einmal die Finanzen nicht berücksichtigt. Eigentlich sollte es am 2. April für uns an die Ostküste nach Hastings und Napier weitergehen, denn dort beginnt am 01. April die Erntezeit für Kiwis und Äpfel. Dort wollen wir anschließend auf Jobsuche gehen.
Am 31.03. also dann in Taupo angekommen, checken wir in der Rainbow Lodge ein und schnappen uns unsere Badesachen, um bei einer Paddeltour auf dem Lake Taupo die Maorireliefs zu entdecken.
Auf dem Weg dorthin passieren wir allerdings das iSite (örtliche Information). Wir überlegen uns, gleich einmal die Möglichkeiten eines Liftes nach Napier zu ergründen (denn unser Straybus liefert uns Reisende mit dem von uns erworbenen Pass nicht dorthin). Leider sagen sie uns im iSite, dass man am Wochenende nur (heute ist Donnerstag) 8.00 p.m. mit einem Bus an die Ostküste fahren kann. Das ist uns zu spät – denken wir – denn am Wochenende kann man sich schwer um neue Arbeit kümmern. So würden wir wieder 2 – 3 Tage verlieren und wir sind jung und brauchen das Geld
.
Was tun? (ich sage noch dazu, dass in Taupo bereits alle Aktivitäten gebucht waren, inklusive Übernachtungen). 5.30 p.m. am heutigen Tag fährt bereits noch ein allerletzter Bus nach Napier (Entfernung 180 km). Wir schauen auf die Uhr (ich wiederhole: wir sind noch in Badeklamotten und haben unseren gesamten Kram noch im Hostel liegen): 4.30 p.m. Nach dem Motto „Komm, wir haben lange nichts mehr über den Haufen geworfen – lass uns doch ein bisschen Stress verbreiten!“, buchen wir für heute Abend den Bus nach Napier und rufen noch während des Rennens zurück zum Hostel in der Rainbow Lodge an, um zu überprüfen, ob wir die Übernachtungen überhaupt canceln können (1. Hätten wir das vielleicht vorher machen sollen und 2. wie sinnlos eigentlich, denn 10 Minuten später kommen wir eh dort an). Für eine Übernachtung müssen wir dann doch bezahlen, da das Zimmer für diese Nacht leider nicht weiterverkauft werden kann. Macht nichts – wir machen uns ja jetzt auf den Weg, um das große Geld zu verdienen.
Die Hetzjagd geht weiter, als wir unsere Rucksäcke wieder einpacken (die Damen hatten beim Herauszerren ihres Badeequipments natürlich Alles im Zimmer verteilt
) und wieder einmal begeben wir uns im Dauerlauf mit den Rucksäcken (Ihr wisst noch? Bauch und Rücken?) zu einem Bus, der uns 180 km weiter und zum nächsten Job bringen soll.

Mit der Zeit, das haben wir dann aber doch irgendwie ganz gut gemanagt. Wir hatten sogar – an der Bushaltestelle angekommen – noch 20 Minuten Zeit, um eine Partie Straßenschach zu beginnen. Zumindest Nadja’s Pferd musste in dieser Zeit dran glauben…dann kam der Bus (schade…wir hatten uns gerade mitten in das Zauberschach von Harry Potter geträumt
).
Nun sind wir also auf dem Weg nach Napier und gespannt (und kurzzeitig erschöpft), was uns dort erwartet… Bis bald mit News, wie immer hier auf dieser Seite!


