Von Darwin nach Broome
Wer in den Kakadu-Nationalpark fährt, kann froh sein, wenn er nur von Mücken gebissen wird. Diese Aussage kam von dem Tourguide, der unsere kleine Reisegruppe durch die entlegene Region im tropischen Norden Australiens führte. Dieser Scherz war natürlich bezogen auf die Krokodile, die in dieser Gegend beheimatet sind.
Nun, in Anbetracht meiner gefühlten tausend Mückenstiche, bin ich dann wohl sehr froh. Gesehen habe ich dafür nur ein Krokodil und das aus sicherer Entfernung von einem Boot auf einer Fahrt am Mary River. Durchschnittlich sechs Krokodile pro Quadratkilometer leben in diesem ruhigen Gewässer. Doch um diese Jahreszeit sind sie noch relativ selten zu sichten, denn die Regenzeit ist gerade erst zu Ende gegangen und der Wasserstand noch sehr hoch.
Besonders schön fand ich auch die Krokodilwarnung in der Broschüre des Nationalparks: Wenn sie ein Warnschild sehen, dann gehen sie nicht ins Wasser. Wenn sie kein Warnschild sehen, gehen sie trotzdem davon aus, dass Krokodile im Wasser sind. Aber mit den uralten Reptilien ist es nun wohl wie mit allem anderen gefährlichen Getier in Australien. Man muss wissen, dass es sie gibt, aufpassen und Abstand halten. Das kriege ich in drei Tagen in dem Nationalpark gut hin. Und natürlich kennt unser Tourguide auch die richtigen Gewässer, wo man bei 35 Grad plus für eine Abkühlung hineinhüpfen kann, ohne gefressen zu werden.
Kakadu hat übrigens nichts mit dem Vogel zu tun, auch wenn der den Nationalpark seinen Lebensraum nennt. Der Name wurde es von den ersten Weißen nur falsch geschrieben. Eigentlich heißt es Gagudju.
Der Kakadu-Nationalpark ist bekannt für seine Felsmalereien der Aborigine. Die neueren Kunstwerke sind etwa 20 Jahre alt. Andere aber schon gut ein paar hundert Jahre. Interessant wird es bei den ganz alten Zeichnungen, auf denen Strichmännchen und kleine Kängurus noch immer zu erkennen sind. Gezeichnet mit roter Farben auf Felsen, die auch in der Regenzeit einen guten Schutz bieten. Bei diesen Malereien streiten sich die Experten um die genaue Entstehungszeit. Verschiedene Farbanalysen und andere technische Wunderwerke datieren die Bilder zwischen 20000 und 40000 Jahren. Für die Aborigine steht jedenfalls fest: Diese Kunst ist sehr alt und viel Wissen ging über die Generationen leider auch verloren, so dass sie selbst nicht wissen, welche Geschichte die Malereien erzählen.
Nach diesen drei Tagen brachte ein gut zweistündiger Flug mich und meine tausend Mückenstiche nach Broome an die Westküste. Die Temperaturen sind immer noch tropisch, aber die Luftfeuchtigkeit ist im Vergleich zu Darwin gesunken. Broome ist eine kleine Küstenstadt im Nordwesten und mein erster Stopp für meine Westküstentour. Bekannt ist Broome für tolle Sonnenuntergänge und seine Perlengeschichte.
1861 wurden in einer nicht weit entfernten Bucht, der Roebuck Bay, die bis dato größte Ansiedlung von Austernmuscheln gefunden. Im inneren schlummerten die begehrten, glänzenden Perlen. Der Boom setzte ein, eine kleine Perlentauchersiedlung entstand. In den Anfangsjahren verloren viele Perlentaucher ihr Leben aufgrund der geringen Ausrüstung und der rauen See. Ein Denkmal in der Stadt erinnert an die mutigen Männer. Heute ist Perlentauchen nicht mehr so gefährlich und die Perlenfischerei ist ein wichtiger Industriezweig.
Das schönste für mich an Broome aber ist die Lage an der Westküste. Endlich kann ich einmal den Sonnenuntergang über dem Meer anschauen.






Hi Linda, bin mal wieder auf deiner Seite gewesen, wirklich toll zu lesen, freu mich, dass es Dir gut geht…spannende Zeit weiterhin… oder bist Du auf dem Weg nach Dtl.?
LG Marco
hey, war ja ein paar Tage bei Paul in Perth. WA ist wirklich wunderschoen. Lass mich wissen wie Sharks Bay ist. Das haben wir leider zeitlich nicht geschafft. Aber Pinnacles und die Sandduene sind grossartig. Schau das Du tasgueber die Sandduene erwischt und dort hochlauefst (und auf dem Hintern wieder runterrutscht…;) -markus
Liebe Linda,
am letzten Wochenende war meine Mutter bei uns in Berlin zu Besuch und ich habe ihr deinen Blog gezeigt (sie hat keinen Computer). Sie hat alles von anfang an durchgelesen und war begeistert. Sie fand deine Texte sehr informativ und war beeindruckt, wie du dich auf die vielen neuen Erfahrungen und Eindrücke eingestellt hast. Ich soll dich ganz herzlich grüßen von ihr.
Über deine lange Mail habe ich mich riesig gefreut, sehr interessant, was du über die Aboriginals geschrieben hast.
Liebe Grüße Birgit
Hallo
Ich komm bis jez immer noch nicht darüber klar, was es alles in Australien alles zu erleben gibt *-* Im vergleich zu Deutschland gleicht es ja dem reinsten Adventurepark
Wüsten, Dschnungel, Naturschönheiten wie du sie nirgendwoanders findest auf der Welt…
Wenn ich hier in Thüringen was erleben will…naja…da kann ich mich eigentlich gleich selbst einbuddeln und dann wär es immernoch spannender als sonst xDD
Da kann man schon mal neidisch sein O.O