Vom 10. – 18.06. 2011 sind unsere Kolleginnen Betty Koottummel und Friederike Gräf vom Stepin High School-Team in die kanadische Provinz Nova Scotia gereist. Dementsprechend haben wir uns die Gelegenheit nicht entgehen lassen und die beiden über ihre Reise befragt. Darüber hinaus wollten wir natürlich auch wissen, was man von einem Schüleraustausch Kanada bzw. Nova Scotia erwarten darf. Aber lest selbst (…)

Hallo Betty, hallo Friederike. Vielen Dank, dass Ihr Euch etwas Zeit für uns und unsere Fragen genommen habt.
Betty und Friederike: Hallo, gern geschehen.
Bevor wir in das Thema Schüleraustausch Kanada einsteigen, erzählt uns doch bitte zunächst etwas über den Grund Eurer Reise nach Nova Scotia.
Betty: Ein ereignisreiches Jahr für unsere aktuellen Stepin Schüler in Nova Scotia ging vor Kurzem zu Ende. Aus diesem Anlass veranstalteten unsere Partner vor Ort das sogenannte „International Year End Event“  oder auch „Blow Out“ für alle internationalen Schüler des Jahrgangs 2010/2011.
Friederike: Viele Schüler hatten erstmals seit ihrer Ankunft vor 5 bzw. 10 Monaten die Gelegenheit andere Schüler wiederzusehen. Zu diesem Ereignis wurden wir ebenfalls eingeladen, was anschließend mit einem Besuch verschiedener Schulbezirke und Schulen in der gesamten Provinz verbunden wurde. Eine tolle Erfahrung!

War dies Euer erster Besuch in Kanada bzw. Nova Scotia?
Betty: Für mich war es das erste Mal Kanada. Ich war schon vorzeitig sehr gespannt auf den zweitgrößten Staat der Erde und bin noch immer sehr begeistert von der Natur und den Menschen Nova Scotias.
Friederike: Mir war Kanada bereits durch meinen mehrmonatigen Aufenthalt in Montreal sowie Reisen in Quebec und British Columbia bekannt. Nova Scotia selbst habe ich nun auch zum ersten Mal besucht, worauf ich mich sehr gefreut habe.

Ihr seid inkl. Hin- und Rückflug ungefähr eine Woche unterwegs gewesen, was – bedenkt man die Größe Nova Scotias – nicht unbedingt viel Zeit ist, um mal eben dort hin zu fliegen.
Klingt auf jeden Fall nach einem ganz schön straffen Programm. Welche Punkte und Veranstaltungen standen denn auf Eurer Agenda?
Friederike: Ja das ist richtig. Wir waren eine Woche in Nova Scotia und unser Programm war sehr interessant aber natürlich auch sehr gefüllt. Nachdem wir am Freitagabend in Halifax gelandet waren, wurden wir von Paul Millman, dem Executive Director unserer Partnerorganisation NSISP, in Empfang genommen und in unsere Unterkunft gebracht. Frisch und erholt ging es dann am Samstag morgen zum „International Year End Event“.

Betty: Zum Glück stand uns der Sonntag zur freien Verfügung und wir konnten uns an die Zeitumstellung gewöhnen und uns etwas akklimatisieren. Die folgenden 5 Tage waren nun geprägt von Besuchen von Mitarbeitern, Schulen und Stepin-Schülern der unterschiedlichen „School Boards“ der Region: Montags ging es zum Halifax Regional School Board, am Dienstag zum South Shore Regional School Board und am Mittwoch zum Annapolis Valley Regional School Board. Zur Abwechselung gab es dann am Donnerstag River Rafting in Maitland und am Freitag haben wir noch das Chignecto-Central Regional School Board besucht.

Würdet Ihr rückblickend sagen, dass sich der Trip gelohnt hat bzw. was habt Ihr für Euch persönlich an Eindrücken und Erfahrungen mitgenommen?
Betty: Ich glaube, ich kann für uns beide sagen, dass der Trip sehr hilfreich und äußerst informativ war. Oder was denkst Du?
Friederike: Ja, kann ich nur bestätigen.

Betty: Wir wurden vom ersten Tag an sehr freundlich von unserer Partnerorganisation in Nova Scotia aufgenommen und auch unsere Schüler mit welchen wir individuell sprachen, bestätigten uns, dass sie sich gut aufgehoben gefühlt haben und stets Hilfe bekamen wenn sie diese benötigten. Zudem war es sehr hilfreich für uns die Schulen in welchen unsere Schüler untergebracht waren persönlich besuchen zu dürfen. Die Schüler gaben uns jeweils eine Tour durch die modernen Räumlichkeiten. Somit konnten wir die Schulen im Detail beäugen.

Friederike: Für mich persönlich war es sehr interessant, die Mitarbeiter von NSISP kennen zu lernen. So habe ich nun ein viel besseres Verständnis für die Organisationsstrukturen und kenne „das Gesicht hinter den E-Mails“. Die Mitarbeiter, sei es Programm-Manager oder lokaler Betreuer waren allesamt sehr sympathisch und bringen Freude mit in ihre Arbeit mit den Jugendlichen.
Ein paar Worte zu Kanada bzw. Nova Scotia selbst. Gerade vor dem Hintergrund der Eures Besuchs, welchen Schülern würdet Ihr das Land besonders empfehlen?
Betty: Nova Scotia besticht vor allem durch 2 Dinge: Das exzellente Schulsystem und die wunderschöne Natur. Sportfans genauso wie akademisch anspruchsvolle Schüler kommen hier auf ihre Kosten. Nova Scotia ist eine außergewöhnlich gut betreute Region in der die Koordinatoren, Lehrer und Gasteltern es sich zur Aufgabe gemacht haben, nationalen sowie internationalen Schülern eine wunderbare Zeit zu ermöglichen. Genauso unterschiedlich wie unsere Schüler, ist auch das Angebot von welchem sie profitieren können. Abenteuerlustige, neugierige, naturliebende und offene Schüler sind in Nova Scotia an der richtigen Stelle.

Es ist immer wieder zu lesen, dass Länder wie Australien, Kanada oder Neuseeland über ein sehr modernes und gut funktionierendes Schul- bzw. Bildungssystem verfügen: Was zeichnet Eurer Meinung Kanada als Zielland für ein Auslandsschuljahr aus?
Friederike: Genau die bisher genannten Gründe. Zudem zeichnet sich Nova Scotia und im Allgemeinen Kanada durch ein überaus gutes Schulsystem aus. 96% der Kanadier senden ihre Kinder an eine staatliche Schule- dies zeigt wie gut und akademisch hochwertig die Schulen sind. Jede Schule verfügt über vielseitige Einrichtungen und über ein facettenreiches Fächerangebot. Auch nach der Schule ist für Beschäftigung gesorgt, sei es im Sportclub, Theater oder Chor.
Und Nova Scotia im Speziellen?
Friederike: Nova Scotia ist ein sehr naturbelassener, friedlicher und ruhiger Ort umgeben von Seen, Bächen und Wäldern. Aus Schulsicht sind die Programme wunderbar betreut, die Menschen sind sehr hilfsbereit und die Vermittlung der Schüler beruht auf langjährige Erfahrung. Jeder Schüler wird individuell betreut und bekommt Unterstützung wenn sie benötigt wird.

Stepin bietet in Kanada zum einen High School Select-Programme und zum anderen das sogenannte Sprach- und Outdoorcamp an. Die meisten Leute in Deutschland werden sich darunter relativ wenig vorstellen können. Könnt Ihr da kurz Abhilfe schaffen?
Betty: Bei dem Sprach– und Outdoorcamp (auch English as a Second Language Camp genannt) handelt es sich um ein mehrwöchiges internationales Camp mit Fokus auf Verbesserung der englischen Sprache. Vormittags findet abwechslungsreicher und spannender Unterricht statt. Nach Unterrichtsende am Nachmittag haben die Schüler die Möglichkeit, neue Sportarten oder aber auch verschiedene Clubaktivitäten auszuprobieren. Die Unterbringung erfolgt hier nicht wie im High School-Programm Kanada in einer Gastfamilie, sondern im campuseigenen Wohnheim-selbstverständlich 24h/7 Tage die Woche betreut.
Friederike: Das ESL-Camp ist eine wunderbare Möglichkeit, um sich auf ein High School Jahr vorzubereiten und viele internationale Freundschaften zu schließen. Man findet leichter ins tägliche Englischsprechen, lernt so die ersten, wichtigen Kontakte kennen und entwickelt ein Gespür für die Menschen und die Kultur Nova Scotias.

Und in unserer guten Tradition der berühmt-berüchtigten „letzten Worte“, hier ist Eure Chance (…)
Betty: Wie unser Partner es oft betonten „Nova Scotia – a place to grow!“
Friederike: Ich bin immer wieder begeistert von Kanada und freue mich über jede Gegend, die ich noch erkunden kann von diesem faszinierenden Land.




Pingback: High School Kanada – Interview mit den Stepin-Mitarbeiterinnen Betty Koottummel und Friederike Gräf » Stepin High School-Info-Tour
Pingback: Kanada-Gewinnspiel: Weltneugier-Blogschnitzeljagd » Das Stepin Team unterwegs in der Welt